Stöcke

Gerade bei den Walking-Stöcken finden Sie ein umfangreiches Angebot und auch riesige Preisunterschiede. Lt. Verbrauchermagazin "Konsument" gibt es gute Produkte bereits ab 40 Euro.

Auf alle Fälle sind die Stöcke das Wichtigste beim Nordic Walking. Sie sind speziell konstruiert, um den Bewegungsablauf optimal zu unterstützen. Wander- oder Schistöcke sind dafür nicht geeignet. Es gibt die Stöcke in zwei Varianten: fix oder verstellbar. Beide Systeme haben ihre Berechtigung, je nachdem welchem Hauptzweck sie dienen sollen. Sollen sie von mehreren Personen benutzt werden können, so sind die längenverstellbaren Modelle durchaus vorteilhaft. Ausserdem können sie leichter transportiert werden. Der Nachteil ist allerdings, dass es sich dabei zumeist um Alu-Stöcke handelt, die etwas schwerer sind als die Carbonstöcke, was sich bei längeren Touren oder empfindlichen Handgelenken unangenehm bemerkbar machen könnte. Und ausserdem sind die Klemmsysteme der Teleskopstöcke verschleißanfällig.

Carbonstöcke sind ausserdem vibrationsärmer. Wieviel Vibrationen der Benutzer allerdings spürt hängt ausserdem auch noch von anderen Faktoren ab.

Auf Griffe und Handschlaufen ist bei Nordic-Walking-Stöcken besonders zu achten. Der Griff muss gut in der Hand liegen und auf die natürliche Handgelenkstellung ausgerichtet sein. Zumeist wird eine möglichst schlanke und gerade Form als ideal empfohlen. Für mich persönlich ist allerdings ein leicht ergonomisch geformter Griff angenehmer. Zumeist werden Griffe aus Kork oder Moosgummi empfohlen, da sie schweißsaugend sind. Für eine optimale Führung des Stockes sorgen Schlaufen, die die Hand möglichst eng am Griff halten sollen ohne dabei einzuschnüren. Sinn ist, dass Sie nicht ständig krampfhaft die Griffe in der Hand halten müssen, sondern Sie locker nach hinten schwingen können.

Fürs Gehen auf Asphalt sind die Stöcke mit sogenannten Pads ausgestattet. Diese sollten nicht zu groß und nicht zu klein sein. Die Pads sollten auch nicht zu weich sein. Dadurch springen sie beim Aufprall auf hartem Untergrund stärker und ausserdem nutzen sie sich rascher ab.

Um die optimale Länge der Stöcke zu bestimmen, messen Sie Ihre Körpergröße (incl. der Schuhe) und rechnen Sie davon ca. 65-70%. Die Stöcke sind in Längenabständen von 5 cm erhältlich, sodass Sie entweder auf- oder abrunden können. Als Faustregel gilt: Stocklänge bis ca. 1/2-1 Faust unterhalb des im rechten Winkel abgewinkelten Armes. Beispiel: Körpergröße 170 cm - davon 70 % sind 119. Und nun testen Sie selbst aus, ob Sie nach oben oder unten runden.

Alles in allem kann ich nur empfehlen, die Stöcke vor dem Kauf ausreichend zu testen, damit Sie sicher sein können, die für Sie passenden gefunden zu haben.

Bekleidung

Wie heißt es so schön? - "Es gibt kein schlechtes Wetter, nur die falsche Kleidung!"

Das gilt auch für das Nordic Walken.

Natürlich können Sie - vor allem am Anfang, wenn Sie noch nicht genau wissen, ob Ihnen dieser Sport auch Freude macht und Sie sich dabei wohl fühlen - ganz normale Kleidung anziehen, die Sie z. B. auch beim Wandern oder Spazierengehen tragen.

Wenn Sie dann allerdings Spass daran finden, macht es Sinn, sich eine sportartgerechte Kleidung zuzulegen. Das ist eine zumeist einmalige Anschaffung für mehrere Jahre; vorausgesetzt natürlich, dass Sie auf eine topmodische Komponente etwas weniger Wert legen - Hauptsache die Qualität stimmt.

Für die wärmeren Jahreszeiten finden Sie bereits mit Radhosen das Auslangen, wenn Sie keine speziellen Nordic-Walking-Hosen anschaffen möchten. Wichtig ist auf alle Fälle, dass Sie hier trotz allem darauf achten, einen Schutz für den Nieren- und Blasenbereich zu haben, um Erkältungen vorzubeugen. - Die Bekleidung soll auf alle Fälle schweißdurchlässig sein und rasch trocknen! Baumwolle ist hier nicht anzuraten; die modernen Kunstfasern (Transtex, Goretex) sind hier bei weitem effektiver und haben einen ebenso angenehmen Tragekomfort.

Für den Winter gibt es Hosen mit Innenbeschichtung oder eigenen Einsätzen, um den Schweiß abzusaugen, bzw. mit einem leichten und atmungsaktiven Innenfutter. Die äußere Schicht der Bekleidung sollte wasserdicht sein.

Werden diese Faktoren nicht beachtet, so besteht die Gefahr, dass die Haut auskühlt. Zwischen dem Regen von aussen und dem Schweiß von innen bildet sich eine Dampfschicht und der Körper stellt sich auf "Kühlen" ein. - Es wird Ihnen kalt. Sogenannte "Softshell-Jacken" z. B. sind absolute Windstopper und halten den Körper angenehm warm.

Bei den Socken sollten Sie darauf achten, Laufsocken mit verstärkten Teilen an Sohle und Ferse, bzw. Bergsocken anzuziehen. Wichtig ist auf alle Fälle, dass sie keine Naht haben.

Wenn Sie beim Nordic Walken eine Pulsuhr verwenden wollen, so gibt es für die Damen bereits Sport-BH's mit entsprechenden Einsätzen für den Brustgurt.

Schuhe

Hier ist es besonders wichtig, die Fußform zu beachten - ob Sie einen schmalen oder breiten Fuß haben, usw.

Vorne im Schuhe sollten Sie ca. 1 cm Platz haben, denn beim Bergabgehen rutschen Sie automatisch ein kleines Stück nach vorne.

Wichtig ist auch, dass die Schuhe weich sind und sich leicht abrollen lassen. Bei einer zu dünnen Sohle werden Sie jedes Steinchen durchspüren.

Im Fachhandel besteht oft auch die Möglichkeit einer Laufanalyse, sodass hier genau festgestellt werden kann, welcher Schuh für Sie ganz persönlich der ideale ist.

Im allgemeinen gilt: Gute Laufschuhe erfüllen alle wichtigen Funktionen und im Gelände leisten auch Trekkingschuhe gute Dienste.

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