Das Skelett

Darunter versteht man auch den passiven Bewegungsapparat. Das heißt, das Skelett wird mit Hilfe der Muskulatur bewegt.

Es sorgt nicht nur für die Form des Körpers und für seine Beweglichkeit, sondern bietet auch Schutz für die inneren Organe. Zusätzlich sorgt das im Inneren des Knochens befindliche Knochenmark für die Bildung der Blutzellen.

Die Knochen werden untereinander durch die Gelenke verbunden. Diese wiederum bestimmen die Bewegungsrichtung und den Bewegungsradius des Knochens.

Die Muskulatur

Die Skelettmuskulatur ist der "Halteapparat" für das Skelett. Ganz vereinfacht ausgedrückt, verbindet ein Muskel zwei verschiedene Knochen - zumeist über ein Gelenk hinweg - miteinander. Ist ein derartiger Muskel verkürzt, so zieht er die beiden betreffenden Knochen über das Gelenk aufeinander zu. Dadurch wird dieses in seiner Bewegungsfreiheit eingeschränkt.

Gelenke

Gelenke sind demnach also bewegliche Verbindungen von zwei oder mehreren Knochen, wobei diese dann noch aufgrund ihrer "Bauart" zusätzlich zu unterscheiden sind.

Das Kniegelenk z. B. ist anders in seiner Bauart als ein Wirbelgelenk. Grob unterscheidet man zwischen echten Gelenken, die mit einer Flüssigkeit, der Gelenksschmiere gefüllt sind und den unechten Gelenken, die lediglich knorpelige und bindegewebige Knochenverbindungen sind.

Bänder

Sie bestehen meist aus kollagenen Fasern oder - seltener - aus elastischem Bindegewebe. Sie stützen die Gelenke und hemmen die Beweglichkeit der Knochen untereinander, was eine Überdehnung von Muskeln oder Sehnen vermeidet.

alterungsbedingte Veränderungen

Es ist zwar kaum zu glauben, doch der Alterungsprozess des menschlichen Körpers beginnt bereits ab dem 25. - 30. Lebensjahr. Ein Zeitpunkt, an dem wir uns noch nicht einmal in der "Blüte unseres Lebens" fühlen. Dieser Prozess hat die unterschiedlichsten Ursachen, wie biologische, gentechnische, biografische, umweltbedingte, usw:
  • Der Kalziumgehalt der Knochen nimmt ab, die dadurch instabiler, brüchiger und weniger belastbar werden.
  • Durch die fortwährende Belastung der Gelenke wird im Laufe der Jahre die schützende Knorpelschicht dünner und ist damit nicht mehr so elastisch. Die Beweglichkeit des Gelenks wird dadurch eingeschränkt und es kann schmerzhaft werden.
  • Die Muskelmasse verringert sich jährlich um etwa 0,5% und wird in der Regel durch Fettgewebe ersetzt, wodurch ein Verlust an Kraft zu bemerken ist.
  • Sehnen und Bänder verlieren gleichfalls an Elastizität, was sich ebenfalls auf die Beweglichkeit auswirkt.

Diese Veränderungen treten jedoch nicht bei jedem Menschen in gleicher Weise auf, sondern sind beeinflußt durch Veranlagung, körperliche Fitness, Gewicht, Ernährung, Lebensweise, berufliche Tätigkeiten, Biografie, usw. Fakt jedoch bleibt, der Körper verändert sich und seine Arbeitsfähigkeit wird eingeschränkt.

Wenn Sie sich heute einen Geschirrspüler kaufen, dann wird der nach den neuesten technischen Erfordernissen arbeiten. Doch nach einigen Jahren nimmt seine Leistung ab, was sich oft durch einen höheren Bedarf an Salz oder Klarspüler bemerkbar macht und auch durch einen höheren Stromverbrauch, den wir allerdings in der Regel nicht bemerken, da uns normalerweise in einem gewöhnlichen Haushalt die entsprechenden Messgeräte nicht zur Verfügung stehen. Sie werden ihm also das mehr geben, was er braucht, um einen ordentlichen Betrieb zu gewährleisten und irgendwann werden Sie sich wahrscheinlich einen neuen anschaffen.

Nun, zum Glück werden wir Menschen nicht so leicht ausgetauscht! Und abgesehen davon haben wir ja die Möglichkeit, Veränderungen zu bewirken, bzw. gegenzusteuern. Denn unser Körper zeigt uns sehr wohl die Schwachstellen an, wo wir ansetzen können. Wir müssen ihm nur ein klein wenig Aufmerksamkeit schenken und ihn nicht als selbstverständlich, sondern als etwas Einzigartiges und Besonders betrachten. Ein Kleinod, das es verdient, verwöhnt zu werden.

Diese oben erwähnten altersbedingten Veränderungen sind auch oft von aussen bereits erkennbar. Wenn Sie etwa auf der Straße vor sich einen Menschen sehen, können Sie oftmals aufgrund seiner Bewegungsabläufe einen ersten Eindruck über sein Alter gewinnen. Ein alter Mensch bewegt sich anders als ein junger. Für eine uneingeschränkte Beweglichkeit ist nicht nur der Bewegungsapparat (der ausführende Teil) zuständig, sondern auch das Nervensystem für die Ansteuerung der Bewegungsabläufe und den Gleichgewichtssinn, das Herz- Kreislaufsystem und die Lunge für die Durchblutung und Sauerstoffzufuhr und nicht zuletzt auch die Psyche und der Geist in Bezug auf Antrieb, Motivation und Zielgerichtetheit einer Bewegung.

Eine wirkliche Störung empfinden wir es allerdings zumeist erst dann, wenn wir Schmerzen verspüren oder andere gesundheitliche Probleme bekommen. Die ersten Anzeichen jedoch sind bereits früher zu erkennen. Schwindelgefühle, Kraftlosigkeit, Motivationsmangel, Lustlosigkeit können bereits Bewegungsstörungen auslösen. Abgesehen davon sind sie manchmal auch erste Anzeichen von Erkrankungen, die leicht mit Hilfe und Unterstützung Ihres Arztes abgeklärt werden können: Schlaganfall, Parkinson, MS, Arthrose, Erkrankungen der Wirbelsäule, rheumatische Erkrankungen, niedriger Blutdruck mit gleichzeitig auftretenden Kreislaufstörungen, Wassereinlagerungen im Gewebe, Venenerkrankungen, Sehstörungen, Herzschwäche.

Studien ergeben immer wieder, dass hier auch im fortgeschrittenen Alter Verbesserungen bewirkt werden können - und das nicht ausschließlich mit Medikamenten, sondern vor allem mit Hilfe einer Veränderung des Lebensstiles. So wurde z. B. vor einigen Jahren eine Studie erstellt, die besagt, dass Menschen, die regelmäßig meditieren und Entspannungstechniken praktizieren nachweislich ihre Medikationen für den Bluthochdruck reduzieren konnten. Das Gleiche gilt auch für regelmäßiges Nordic Walking. Sprechen Sie einmal mit Ihrem Arzt darüber. Vielleicht kann das ja auch für Sie ein erster Schritt sein, Ihrem Körper etwas Gutes zu tun.

Wichtig auf alle Fälle ist, dass Sie nicht allein irgendwelche Veränderungen vornehmen, sondern immer nach Rücksprache mit Ihrem Arzt! Alles andere würde sonst womöglich das genaue Gegenteil bewirken.

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