Trainingskomponenten des HORA®-Programms

Die Methode vereint ausgesuchte Atmungs- und Entspannungsübungen kombiniert mit funktioneller Bewegungsgymnastik und Kraftübungen. Diese werden individuell auf jeden Einzelnen abgestimmt. Die in den letzten Jahren gesammelten Erfahrungen zeigen, dass die bisher beobachteten Erfolge vor allem auf die Individualität und Flexibilität eines jeden einzelnen Trainingsplanes zurückzuführen sind.

Die individuelle Abstimmung auf den persönlichen Gesundheits- und Fitnesszustand steht bei einem Training nach HORA® im Vordergrund, da nur so ein größtmögliches Ergebnis erzielt werden kann. Je nach den persönlichen körperlichen Voraussetzungen und den spezifisch aufgetretenen Krankheitssymptomen legen wir unser Augenmerk dorthin, wo die individuell größten Defizite liegen und bestimmen damit unsere Trainingsschwerpunkte. Im Verlauf des Trainings wird der Plan kontinuierlich aktualisiert. Zu beachten ist dabei die behutsame Steigerung der Belastungsparameter Umfang und Intensität. Ein „standardisiertes Erfolgsrezept gibt es nicht, da jeder Parkinson-Patient andere Symptome aufweist.

Der persönliche Trainingsplan

Der persönliche Trainingsplan enthält neben Elementen des Muskelaufbaus (Krafttraining) auch Bausteine aus dem Bereich der Bewegungs- und Atemtechnik sowie ein Rotations-, Reflex- und Innervationstraining (= Maximalkrafttraining). Gleichgewichts- und Dehnungsübungen runden ein Training nach HORA® ab.

Wie bereits erwähnt gibt es kein standardisiertes Geheimrezept. Die HORA®-Methode bedient sich ganz individuell aller Bestandteile.

Krafttraining

Vom normalen Fitness-Training, über das Pyramidentraining (Förderung von Muskelvolumen oder intramuskulärer Koordination), das Hypertrophietraining (Muskelaufbautraining) bis hin zum Kraftdreikampftraining (Aufbau der Gesamtkraft) wird jeweils die richtige Trainingsmethode herausgegriffen und auf jeden Patienten speziell zugeschnitten.

Gymnastikbereich

Hier wird ebenso verfahren, egal, ob es sich hierbei nun um die konventionelle Krankengymnastik, die funktionelle Bewegungsgymnastik oder um moderne Gymnastiksportarten wie Aerobic oder um Kampfsportgymnastik handelt.

Gleichgewicht

Zum Thema Gleichgewicht wurden spezielle Übungen aus dem asiatischen Kampfsport in das Programm aufgenommen und ein speziell zusammengestelltes Motoriktraining hinzugefügt, das von verschiedenen Ärzten und Professoren in mehreren Studien untersucht und positiv bewertet wurde.

positive Denkweise und Lebenseinstellung im mentalen Bereich

Im mentalen Bereich bedienen wir uns der Kenntnisse aus der klinischen Psychologie und vereinen es mit dem Wissen um autogenes Training, sowie mit den asiatischen Meditationstechniken und Lebenseinstellungen.

Alles in allem entstand dadurch eine vielfältige Synthese, die alle Komponenten wie Kraft, Reflexe, Gleichgewicht und die Feinmotorik, sowie eine positive Denkweise und Lebenseinstellung miteinander kombiniert. Durch diese Trainingsmethode wollen wir die Progredienz der Bewegungsabläufe wieder aufleben lassen, sowie die Muskeldegeneration rückgängig machen. Der Patient lernt, neue Fähigkeiten, Fertigkeiten und Denkmuster in sein Unterbewusstsein einzuprogrammieren und somit die alten, destruktiven Programme zu löschen.

Das Training eines Parkinson-Betroffenen sollte sich zu je einem Drittel aus Gymnastik und Gleichgewichtsübungen, aus Krafttraining und aus Ausdauertraining zusammensetzen.

Atmung, Dehnungsübungen und Entspannung

Entscheidend für den Erfolg der HORA®-Methode ist die richtige Atmung. Da die meisten Betroffenen unter extremer Flachatmigkeit leiden, sind das Herz-Kreislauf-System, sowie die Sauserstoffversorgung stark eingeschränkt.

Aus diesem Grund lernen wir beim Training nach HORA® auch wie man „richtig“ atmet. Hierbei helfen uns Dehnungs- und Entspannungsübungen aus dem asiatischen Kampfsport, wo wir bewusstes Atmen erlernen.

Ernährung

Ebenso fester Bestandteil wie das Training ist die richtige ERNÄHRUNG. Die meisten Parkinson-Betroffenen verzichten mehr und mehr auf die täglich wichtigen Proteine, Vitamine und Nährstoffe, was zu einer Unterversorgung von Körper und Geist führt.

Ziele des HORA®-Trainings

Im Mittelpunkt der Trainingsziele stehen die Stabilisierung der Stützmuskulatur, sowie die (Re-)Aktivierung der Hauptmuskelgruppen. Alles in allem entsteht dadurch ein Zusammenspiel, das alle Komponenten wie Kraft, Reflexe, Gleichgewicht, Atmung, Sprechfähigkeit, Koordination, Feinmotorik, sowie eine positive Denkweise und Lebenseinstellung vereint.
  • Gleichgewichtsfähigkeit
  • Reaktionsfähigkeit
  • Rhythmisierungsfähigkeit
  • Kopplungsfähigkeit
  • Orientierungsfähigkeit
  • Umstellungsfähigkeit

Da eine isolierte Betrachtung dieser unterschiedlichen Elemente nicht sinnvoll ist, kommt der Abstimmung aller Trainingskomponenten maßgebliche Bedeutung zu. Gerade deren Zusammen– und Wechselwirkung hat sich als grundlegend für einen erfolgreichen Verlauf der Therapie erwiesen. Durch diese Trainingsmethode wird die Progredienz (Fortschreiten, Verschlechterung) der Bewegungsproblematik unterbrochen, natürliche Bewegungsabläufe und Muster leben wieder auf. Ebenso wird der natürlich Anabolismus (Aufbau der Stoffe im Körper durch den Stoffwechsel) wieder aktiviert und die Muskeldegeneration rückgängig gemacht.

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