Die HORA®-Methode

Die Parkinson-Forschung zielt heute darauf ab, den Krankheitsprozess bereits vor dem Auftreten der ersten Symptome zu erkennen, um somit rechtzeitig eingreifen zu können. Neben der medikamentösen Behandlung haben wir auch die Möglichkeit, mit nichtmedikamentösen Methoden zusätzlich unterstützend einzugreifen, um den Krankheitsverlauf so erträglich wie möglich zu gestalten.

ein ganzheitliches Konzept

Mit der HORA®-Methode hat Peter Hornung eine Synthese zwischen der traditionellen asiatischen Trainingslehre und den modernen sportwissenschaftlichen Erkenntnissen der westlichen Welt geschaffen. Bei der HORA®-Methode handelt es sich um ein ganzheitliches Konzept, das sich aus mehreren Bestandteilen zusammensetzt.

Die HORA®-Methode ist eine Möglichkeit, unzähligen Betroffenen zu helfen, ihre Leistungsfähigkeit wieder zu steigern, die Muskeldegeneration zu stoppen und durch eine spezielle Trainingstherapie bestimmte Bewegungen wieder zu reaktivieren und damit den Betroffenen zu neuer Lebensqualität zu verhelfen.

Dass Bewegung für Parkinson-Betroffene eine der besten Behandlungsmethoden darstellt, ist allgemein bekannt. Jedoch ist nicht jede Bewegung auch sinnvoll, zumal man mit falschem Training den Zustand des Betroffenen noch verschlimmern kann. Die HORA®-Methode setzt sich speziell damit auseinander, was für den jeweiligen Patienten nützlich, sinnvoll und vor allem effizient ist.

Im Mittelpunkt der Trainingsziele stehen die Stabilisierung der Stützmuskulatur, sowie die (Re-)Aktivierung der Hauptmuskelgruppen. Alles in allem entsteht dadurch ein Zusammenspiel, das alle Komponenten wie Kraft, Reflexe, Gleichgewicht, Atmung, Sprechfähigkeit, Koordination, Feinmotorik, sowie eine positive Denkweise und Lebenseinstellung vereint.

physische Ziele des HORA®-Trainings

  • Gleichgewichtsfähigkeit
  • Reaktionsfähigkeit
  • Rhythmisierungsfähigkeit
  • Kopplungsfähigkeit
  • Orientierungsfähigkeit
  • Umstellungsfähigkeit

psychische Ziele des HORA®-Trainings

  • Steigerung von Selbstbewusstsein und Selbstwertgefühl
  • Entwicklung von Körperbewusstsein und Verbesserung der Körperwahrnehmung
  • Verbesserung der Stimmung und des Wohlbefindens
  • Entwicklung von Selbstsicherheit
  • Wiederherstellung des Vertrauens zwischen Körper und Geist

Ergebnisse und Erfolge der HORA®-Methode

  • Korrektur von Fehlhaltungen
  • Auflösen von Blockaden
  • Abschwächung des Aktionstremors
  • Verhindern von Tippelschritten
  • Schulung des Gleichgewichts
  • Bekämpfung der degenerativen Atmung
  • Sprachprobleme
  • Herz-Kreislauf-Schwächen
  • Freezing (= Einfrieren von Bewegungen, Blockaden), etc.

meine persönlichen Eindrücke und Erfahrungen mit der HORA®-Methode

Auf der Suche nach Möglichkeiten und Methoden, die neben der schulmedizinischen Betreuung von Parkinson-Betroffenen zusätzlich angewandt werden können, bin ich auf die HORA®-Methode gestoßen. Das, was ich zunächst nur im Internet darüber gelesen habe, war schon von großem Interesse für mich. Es folgten dann einige sehr ausführliche Telefonate mit Peter Hornung und schließlich der erste Besuch in seinem Zentrum in Münsingen.

Schon damals hat mich die Atmosphäre dort tief beeindruckt und berührt. Es trainieren hier Menschen mit unterschiedlichen Behinderungen gemeinsam mit sogenannten Gesunden, was sich nach meinem Ermessen sehr positiv auswirkt.

Ganz besonders berührt hat mich der Mensch Peter Hornung selbst; sein Engagement, sein Einsatz, seine Gabe der Einfühlsamkeit in jeden einzelnen. Wenn man mit ihm spricht, ihn bei seiner Arbeit beobachtet, so spürt man sehr deutlich diese Verbindung, die jedem Teilnehmer das Gefühl vermittelt, einzigartig und wichtig zu sein. - Danke, Peter!

Dann hatte ich die Gelegenheit, eine Intensivwoche bei Peter Hornung mitzumachen. Am ersten Tag herrschte für mich zwar auf der einen Seite eine etwas bedrückte und vielleicht auch unsichere Stimmung, aber auf der anderen Seite war für mich ebenso schon sehr viel davon zu spüren, dass sich die Menschen, die hierher gekommen waren etwas erhoffen, dass sie Wünsche mitbringen, Visionen haben, was sie mit diesem Aufenthalt erreichen wollen. An jenem ersten Tag hatte ich das Gefühl, von eher ernsten Menschen umgeben zu sein.

Doch das, was ich dann in den nächsten Tagen erleben durfte, hat meine Vorstellungskraft bei weitem übertroffen!

Bereits nach zwei Tagen haben die Augen der Patienten zu leuchten begonnen, die Gesichtsfarbe wurde rosiger, als wäre in den Körper auf einmal neues Leben eingekehrt. Und vor allem - die Bewegungsabläufe und auch die Sprache begannen sich bereits positiv zu verändern. Nach 4-5 Tagen hatten diese Menschen leuchtende Augen, sie lachten, sie machten Scherze; sie hatten Freude und Spaß miteinander!

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