allgemeine Informationen

Das Morbus-Parkinson-Syndrom wurde nach dem Londoner Arzt James Parkinson (1755-1824) benannt, der ursprünglich die Bezeichnung „Schüttellähmung“ gebrauchte. Die Erkrankung tritt in den meisten Fällen erst in der zweiten Lebenshälfte auf und es sind prozentuell mehr Männer als Frauen (58 %/42 %) davon betroffen. Nach einer Studie von Muhammad Ali sind rd. 85 % der Parkinson-Betroffenen in leitenden Positionen oder als Selbständige tätig.

Entstehung, Verlauf und Auswirkungen

Bis die ersten Symptome diagnostizierbar sind, dauert dies zumeist zwischen 10 und 15 Jahren. Nach der neuesten Studie der Universität Frankfurt von Prof. Dr. Heiko Braak (November 2005) ist der Beginn der Krankheit im endokrinen System - und zwar im Magen-Darm-Trakt - zu finden. Hier beginnt sich eine Zelle aufgrund von toxischen Proteinen gentechnisch zu verändern. Dabei kann es sich um über die Nahrung zugeführtes Eiweiß handeln, das nicht richtig aufgenommen wurde, oder auch um körpereigenes Eiweiß, das nicht richtig verarbeitet werden kann.

Über das Axon (= langer Fortsatz der Nervenzellen, der zur Weiterleitung von elektrischen Impulsen dient) gelangen diese Gifte weiter in die nächsten Zellen bis ins Gehirn zur Substantia nigra (= Kernkomplex im Mittelhirn; vermittelt jene Signale, die insbesondere auf die Planung und den Beginn einer Bewegung wirken =.Starterfunktion), die im Endeffekt für die Dopamin-Produktion zuständig ist. In der Folge gehen die Signale weiter bis zur Großhirnrinde, die daraufhin das Verhalten der Muskeln bestimmen. - Jener Teil im Gehirn also, der für die Produktion des Nervenbotenstoffes (= Neurotransmitter) Dopamin zuständig ist, degeneriert. Die ersten Symptome sind allerdings erst dann erkennbar, wenn nur mehr ca. 20-30 % funktionstüchtiger dopaminerger Nervenzellen vorhanden sind.

Dadurch, dass die Substantia nigra in den Basalganglien (= Anhäufung von untereinander verbundenen Nervenzellen) des Gehirns eingebettet ist, sind auch diese davon in Mitleidenschaft gezogen. Diese wiederum dienen der Bewegungskoordination bei langsamen Präzisionsbewegungen.

Dadurch, dass das endokrine System (Hirnanhangsdrüse, Schilddrüse, Zirbeldrüse, Nebennieren, Bauspeicheldrüse, Hoden, Eierstöcke) betroffen ist, wird ausserdem auch die Produktion der Neurotransmitter Adrenalin und Noradrenalin beeinträchtigt. Dies führt häufig zu Müdigkeit, flacher Atmung, verstärktem Speichelfluss, schlechter Stressverarbeitung. Durch die Flachatmigkeit kommt es zu einer Sauerstoffunterversorgung im Gehirn und zu Problemen im Energiehaushalt des Körpers.

primäre Symptome

  • Tremor (Gliederzittern)
  • Rigor (Muskelsteifheit)
  • Bradykinese und Akinese (Langsamkeit und Bewegungsunlust)
  • Haltungsinstabilität

einige der Sekundärsymptome bei Morbus Parkinson

  • Störung der Feinmotorik
  • Maskengesicht
  • Mundtrockenheit, Speichelfluss, Schluckstörungen Freezing (Einfrieren von Bewegungen, plötzliche Bewegungshemmung) Inkontinenz
  • Gleichgewichtsstörungen
  • Sprachprobleme

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